Projekte

Europäische Partnerschaft zum Schutz der biologischen Vielfalt im Weinbau (2015-2018)

Der Verlust der biologischen Vielfalt ist neben dem Klimawandel eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Die Tier- und Pflanzenarten sind unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt, wodurch eine Vielzahl von ihnen vom Aussterben bedroht sind. Zudem sind zwei Drittel aller Ökosysteme aufgrund von Ausbeutung gefährdet.

In der Vergangenheit hat die Landwirtschaft in Europa wesentlich zur Erhöhung der Artenvielfalt und zur Bildung von unterschiedlichen Landschaften beigetragen. Durch die Intensivierung ist sie heute jedoch eine der Hauptursachen für deren Verlust. Wissen über den Zusammenhang zwischen der landwirtschaftlichen Produktion und dem Schutz der biologischen Vielfalt ist mittlerweile vorhanden. Dieses Wissen wird jedoch immer noch zu wenig in der landwirtschaftlichen Ausbildung und in Fortbildungen vermittelt. Zudem erhalten die wenigsten Landwirte Beratungen zu diesem Thema direkt auf ihrem Betrieb. Als Folge davon werden Produktionsmethoden oft nicht an den Schutz der biologischen Vielfalt angepasst.

Das Ziel der Partnerschaft

Bio- Weinbauern können mit ihrer naturnahen Wirtschaftsweise die biologische Vielfalt fördern. Und sie sind motiviert noch mehr zum Erhalt beizutragen, da sie in diesem Anbausystem für die Produktion von gesunden, qualitativ hochwertigen Trauben auf ein gesundes Ökosystem angewiesen sind. Der Traubenanbau soll durch die Entwicklung von Analyse-Modulen und Schulungen so angepasst werden, dass die biologische Vielfalt geschützt und gefördert wird.

Mehr Infos zum Projekt erhalten Sie hier.

Dieses Projekt wird mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.

 

Öko.logisch schulen (2014 - 2017)

Zielsetzung

Mit dem Projekt *Öko.logisch schulen* soll der Bekanntheitsgrad und das Verständnis für den ökologischen Landbau bei den Endverbrauchern und den Multiplikatoren „Gastronomie“ und „Fachhandel“ erhöht werden. Den Verbraucherinnen und Verbrauchern und den Multiplikatoren „Gastronomie“ und „Handel“ soll der Mehrwert, die Qualität, die Biodiversität und die Nachhaltigkeit der ökologischen Wirtschaftsweise im Weinbau verdeutlicht werden. Die Aufklärung durch Fachleute soll die bestehenden Informations- und Erfahrungslücken bei den Verbrauchern und bei den Multiplikatoren verkleinern und dazu beitragen, dass vermehrt ökologisch erzeugter Wein nachgefragt wird.

Konzeption

Weinpräsentationen: Mit dem Titel Stadt | Land | WEIN präsentieren sich 25 ökologisch arbeitende Winzerinnen und Winzer in zwei deutschen Großstädten. Die Gäste haben die Möglichkeit die Weinkollektionen zu verkosten und an zwei kostenlosen Schulungen zum Thema Ökologischer Weinbau teilzunehmen.

Verbrauchergenussabend: Eine Abendveranstaltung in Kooperation mit einem ansässigen Restaurant. Serviert wird ein Menü aus ökologisch erzeugten Produkten. Passend zu den Speisen werden Bioweine ausgeschenkt. Der Abend wird moderiert vom zuständigen Koch, dem Sommelier des Hauses und den ökologisch zertifizierten Winzern. So kann eine umfassende Informationsweitergabe gewährleistet werden. Die Veranstaltung verdeutlicht, welche Rolle in der Verbraucheraufklärung Gastronomiebetriebe und Händler einnehmen und wie sie ihren engen Kontakt zu den Gästen nutzen können, um den Mehrwert von ökologisch erzeugten Weinen zu kommunizieren.

 

Naturschutz und Biodiversitätserhalt als CSR Aufgabe im Mittelstand (2012-2014)

Ein Projekt des Global Nature Fund, der Bodensee-Stiftung und ECOVIN

Bio-Winzer fördern mit ihrer naturnahen Wirtschaftsweise die biologische Vielfalt. Trotzdem sind die Weinbauern motiviert, noch mehr zum Erhalt der Biodiversität beizutragen. Denn nicht nur im Weinberg, auch im Keller, im Vertrieb oder im Marketing gibt es weitere Möglichkeiten, um die Biodiversitäts-Bilanz der Bio-Winzer zu verbessern. Gemeinsam mit dem Global Nature Fund und der Bodensee-Stiftung wollte ECOVIN die Chancen dazu nutzen. Im Projekt entwickelten die drei Projektpartner an den Bio-Weinbau angepasste Biodiversity-Checks. Anschließend wurden 30 ECOVIN Betriebe in Bezug auf ihre Chancen und Risiken in Sachen Biodiversität analysiert und erhielten konkrete Umsetzungsempfehlungen.

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Programms „CSR - Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Mehr zum Biodiversitäts-Check erfahren Sie hier.