Die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2013 wurden in Stuttgart vorgestellt

20 Biowinzer in Baden und Württemberg waren erfolgreich – eingeteilt sind die 34 Siegerweine nach ihrer Eignung als Essens-Begleiter – Piwi-Sonderpreise

STUTTGART/FREIBURG. Auch die zweite landesweite Prämierung der Besten Bioweine hat die Erwartungen der Veranstalter erfüllt: Nach der Verkostung von 277 Bioweinen und -Sekten durch eine unabhängige Jury am 8. April waren zeigten sich Veranstalter und Jury zufrieden mit dem hohen Niveau der angestellten Weine. Jetzt wurden die Siegerweine erstmals in der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg in Stuttgart vorgestellt.

Claus-Peter Hutter, der Leiter der Umweltakademie und Gastherr, hob bei der Preisverleihung – wie alle Redner – besonders die erfolgreiche aber im Weinbau nicht selbstverständliche Zusammenarbeit von badischen und württembergischen Biowinzern hervor. Er verwies auch auf die lange Geschichte seiner Einrichtung, die durch die Aktion „Lebendiger Weinberg” eng mit den Bemühungen im Bioweinbau verbunden ist. Paulin Köpfer, der Vorsitzende von ECOVIN Baden und Initiator der Prämierung der „Besten Bioweine Baden-Württemberg” betrachtete die Kooperation ebenfalls als zukunftsweisend, auch wenn die Weinwelt mit einer auf die Landesgrenzen bezogenen Auswahl manchmal Schwierigkeiten hat, zählen doch hier vor allem Weinbaugebiete.

Auch Ralf Dejas vom ECOVIN Bundesverband und Christian Eichert, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (AÖL) versprachen der badisch-württembergischen Kooperation beste Aussichten und beteiligten sich ebenso wie Akademieleiter Hutter und Paulin Köpfer an der Vergabe der Urkunden. Sommelière Anne Asser aus Ludwigsburg stellte ausgesuchte Siegerweine und die dazu gehörigen Preisträger vor.

Die Sieger unter den 40 beteiligten Weingütern und Winzergenossenschaften sind recht gleichmäßig auf beide Landesteile verteilt: 13 Betriebe in Baden und sieben in Württemberg wurden ausgezeichnet, das entspricht dem Verhältnis, in dem sich die Betriebe aus Baden (27) und Württemberg (13) beteiligt haben. Vertreten sind alle vier ökologischen Anbauverbände: ECOVIN, Demeter, Bioland und Naturland, neben den Weingütern auch fünf Winzergenossenschaften.

Die ausgewogene Verteilung bei Beteiligung und Auszeichnungen ist für Paulin Köpfer, ein Beleg für das durchgängig hohe Niveau der Bioweine. Und auch Reinhard Schäfer, Vorstandsmitglied bei ECOVIN Württemberg, zeigte sich angenehm überrascht von den guten Ergebnissen.

Nur zwei Betriebe erreichten bei der Prämierung gleich drei Auszeichnungen: Das Weingut Zähringer aus Heitersheim und Andreas Stutz aus Heilbronn. Immerhin zehn Betriebe konnten zwei Siegerweine bei dieser Verkostung vorweisen. Regional sind die Siegerweine sehr ausgewogen verteilt: 12 stammen aus dem Markgräflerland und Freiburg, 10 vom Kaiserstuhl. Aus Württemberg kommen 8 prämierte Weine aus der Region Unterland, vier weitere aus dem Remstal.

Angestellt wurden 277 Bioweine und Sekte, prämiert wurden 34. Angestrebt war eine Quote von 10 Prozent für die ausgezeichneten Weine, um ein klares Profil der Bestenauswahl zu garantieren. Wegen Punktegleichheit hat sich die Zahl der Auszeichnungen geringfügig erhöht.

Verkostet und prämiert wurden die Weine am 8. April in Freiburg. Matthias Wolff vom Beratungsdienst Ökologischer Weinbau (Staatliches Weinbauinstitut Freiburg) hatte die Verkostung wie schon in den Vorjahren geleitet, organisiert wurde sie vom ECOVIN-Regionalverband Baden und der Bioland-Weinbaugruppe Baden. Die Weine wurden eingeteilt nach ihrer Eignung als Begleiter zu den Speisen eines Menüs – vom Aperitif über die Vorspeisen und Hauptgänge bis zum Dessert. Diese verbraucherfreundliche Kategorisierung hat sich in den vergangenen Jahren bestens bewährt. Eine Sonderkategorie bilden die Weine aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten (Piwi). Diese Weine liegen den Biowinzern besonders am Herzen: Die Rebsorten sind noch weitgehend unbekannt, die Qualitäten gut und die Bearbeitung kann besonders umweltfreundlich gestaltet werden.

Die detaillierten Ergebnisse finden Sie auch hier.

Besonderes Angebot für Verbraucher Ein besonderes Angebot für interessierte Verbraucher haben die württembergischen Biowinzer zusammengestellt: Die 12 prämierten Bioweine aus Württemberg wurden in einem Paket zusammengefasst, das für 115 Euro bestellt werden kann. Genauere Infos gibt es hier.

Alle prämierten Siegerweine 2013 können bei der Präsentation der elsässischen Biowinzer am 1. Mai in Kientzheim (Frankreich) probiert werden.

Die Besten Bioweine Baden Württemberg 2013

Sekt:

Aperitiv


2011er Muskateller Brut Eichstetter Herrenbuck
 Weingut Friedhelm Rinklin, Eichstetten 2011er Crémant Pinot Pix Brut Weingut Pix, Ihringen

Leichte, trockene Weißweine

leichte Vorspeisen, Salat, Fisch & Meeresfrüchte

2012er Gutedel trocken Heitersheimer Maltesergarten
 Weingut Feuerstein, Heitersheim 2012er Silvaner „S“ trocken Weingut Schäfer, Steinheim-Kleinbottwar 2012er Riesling trocken Weingärtner Stromberg-Zabergäu, Brackenheim 2012er Weisser Burgunder trocken Carl Brugger, Weingut Wendelin Brugger, Laufen 2012er Grauer Burgunder trocken Carl Brugger, Weingut Wendelin Brugger, Laufen 2012er Sauvignon Blanc trocken 
Weingut Gerhard Aenis, Binzen 2012er Scheurebe trocken „Frucht“ Weingut Abril, Bischoffingen 2011er Vivenda Rosé trocken Weingärtner Cleebronn-Güglingen, Cleebronn

Kräftige, fruchtige Weissweine

vegetarische Gerichte, Fisch, Geflügel und Kalb

2012er Weisser Burgunder Spätlese trocken Geigenmantel Wein- und Sektgut Harteneck, Schliengen 2010er Grauer Burgunder Spätlese trocken aus dem großen Holzfass Weingut Friedhelm Rinklin, Eichstetten 2012er Grauer Burgunder trocken Bischoffinger Enselberg „Stein“ Weingut Abril, Bischoffingen 2011er Chardonnay trocken Edition Zähringer „SZ“ Weingut Zähringer, Heitersheim 2011er Chardonnay trocken Spätlese Weingut Pix, Ihringen 2011er Riesling Spätlese trocken Schlossgut Hohenbeilstein, Beilstein

Leichte, fruchtige Rotweine

Nudelgerichte, leichte Fleischspeisen, Käse

2012er Muskattrollinger
 Schlossgut Hohenbeilstein, Beilstein 2010er Spätburgunder Rotwein trocken „Vierlig“
 Weingut Zähringer, Heitersheim 2011er Cuvée „Noir“ trocken Weingut Hans-Peter Trautwein, Bahlingen 2012er Cuvée trocken Ballade in Rot Weingut Doreas, Remshalden

Kräftige, schwere Rotweine


kräftiger Hauptgang, gegrillte Fleischgerichte, Braten, Wild

2009er Spätburgunder Rotwein Spätlese trocken Hellberg Wein- und Sektgut Harteneck, Schliengen 2011er Zweigelt trocken Weingut Siglinger, Weinstadt 2011er Cuvée trocken „Burris“ Weingut Siglinger, Weinstadt 2009er Lemberger Edition trocken Barrique Weingut Andreas Stutz, Heilbronn 2009er Spätburgunder Rotwein Auslese trocken Barrique „Deluxxxe“
 Weingut Schaffner, Bötzingen 2009er Spätburgunder Auslese trocken Barrique „Edition Zähringer Löwe Nr. 46“ Weingut Zähringer, Heitersheim

Edelsüsse Weine

Dessert, Süßspeisen, Käse

2011er Gewürztraminer Beerenauslese „vum Fohberg“ Weingut Hans-Peter Trautwein, Bahlingen

Sonderkategorie Pilzwiderstandsfähige Rebsorten

2012er Johanniter Kabinett trocken 
Weingut Daniel Feuerstein, Heitersheim 2012er Muscaris „Edition“
 Weingut Andreas Stutz, Heilbronn 2012er Cabernet Blanc trocken „Symphonie“
 Weingut Doreas, Remshalden 2011er Regent Rotwein trocken 
Ökohof Ruesch, Buggingen 2011er Pinotin trocken
 Weingut Andreas Dilger, Freiburg 2011er Cabernet Cortis trocken Schelinger Kirchberg Winzerhof Leber, Schelingen 2010er Vino Resisto Tinto Edition trocken Rotweincuvée im Holzfass gereift
 Ökoweingut Stutz, Heilbronn

Eine unabhängige Jury aus Fachleuten der Weinwirtschaft, Fachhändlern, Gastronomen und Weinfachjournalisten hat am 8. April 2013 in Freiburg knapp 300 württembergische und badische Weine aus ökologischem Anbau verkostet und die Auswahl der Besten Bioweine Baden Württemberg des Jahres 2013 getroffen. Die Besten Bioweine Baden-Württemberg wurden nach ihrer Eignung zur Begleitung eines Menüs kategorisiert und entsprechend bewertet. Die jeweiligen Empfehlungen sind mit aufgeführt. Außerdem wurden Sonderpreise für Weine neuer pilzwiderstandsfähiger Rebsorten vergeben.

Die Pressemeldung finden Sie hier.

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